Hexenkraut Das «Hexenkraut» (Gemeines Hexenkraut, Circaea lutetiana) hat traditionell eine schwach harntreibende, blutstillende und entzündungshemmende Wirkung, wurde äußerlich bei Wunden und Feigwarzen genutzt, während seine Blätter Salaten zugesetzt wurden; jedoch ist die Pflanze aufgrund von Oxalaten bei Gicht, Rheuma oder Nierensteinen zu meiden, und ihre eigentliche Bekanntheit liegt mehr im Spirituellen und Magischen, um Schutz zu finden oder Anziehungskraft zu erzeugen. Wichtig: Es gibt auch das Bilsenkraut, das oft fälschlich so genannt wird und hochgiftig ist, mit starken berauschenden und tödlichen Alkaloide enthalten kann.
Heilende (traditionelle) Anwendungen des Gemeinen Hexenkrauts: Innerlich: Bei Wasseransammlungen (harntreibend), leichten Nierenbeschwerden, in Salaten zur Entwässerung, auch zur Förderung von Selbstwertgefühl und emotionaler Sensibilität. Äußerlich: Zerquetschte Blätter gegen Feigwarzen oder zur Wundbehandlung (blutstillend, entzündungshemmend). Bachblüten-Essenz: Löst Konflikte, verbessert die Ausstrahlung und öffnet für das Übersinnliche.
Magische und Spirituelle Bedeutung: Soll vor Zauber und Unheil schützen, Vieh schützen. Frisch getragen, soll es anziehend wirken und Menschen betören («bezirzen»). Sein Erscheinen im Wald galt als Zeichen, dass man sich verirrt hatte (daher der Name «Irrkraut»).
Vorsicht bei ähnlichen Namen! Achtung Verwechslungsgefahr mit Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), das giftige Alkaloide enthält und schwere Vergiftungen bis zum Tod verursachen kann, also keinesfalls selbst anwenden. Auch Johanniskraut (Hypericum perforatum) wird manchmal mit „Hexen“ assoziiert, ist aber ein bekanntes Mittel gegen Schlafstörungen und Erschöpfung.