Kumarin
Cumarin, ein natürlicher Aromastoff (z.B. in Waldmeister, Zimt), hat heilende Wirkungen wie entzündungshemmend, krampflösend und gefäßerweiternd (Waldmeister) und wird in Medikamenten als blutgerinnungshemmendes Mittel (Antikoagulans) eingesetzt, um Thrombosen und Schlaganfälle zu verhindern, kann aber in hohen Dosen leberschädigend wirken, weshalb die tägliche Aufnahmemenge begrenzt ist. Natürliche Derivate helfen bei Ödemen und Venenproblemen.  

Heilende Wirkungen von Cumarin und seinen Derivaten:
Blutgerinnung: Cumarin-Derivate (z.B. Phenprocumon) hemmen die Blutgerinnung und werden nach Herzinfarkt, bei Herzklappenersatz oder Vorhofflimmern zur Thromboseprophylaxe eingesetzt.
Entzündungen: Wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral.
Ödeme & Venen: Bei chronisch venöser Insuffizienz, Ödemen (Schwellungen) und Hämorrhoiden kann es helfen, Schwellungen zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern.
Beruhigend & Krampflösend: Kann bei Schlafproblemen (Kissen) oder Verdauungsstörungen (Waldmeister-Tee) eingesetzt werden, auch bei Krämpfen.
Wundheilung: Waldmeisterblätter können äußerlich die Wundheilung unterstützen.  
  
Wichtige Hinweise und Risiken:
Lebertoxizität: Hohe Dosen können Leberschäden verursachen, weshalb die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) einen tolerierbaren Tageswert (TDI) von 0,1 mg/kg Körpergewicht festlegte.
Natürliche vs. Synthetische Formen: Cumarin selbst wirkt nicht stark gerinnungshemmend, erst synthetische Derivate haben diese starke Wirkung.
Vorkommen: In Waldmeister, Zimt (besonders Cassia-Zimt), Tonkabohnen, aber auch in geringen Mengen in Obst und Kräutern.

Cumarin in Zimt – Welche Zimtsorte ist für Kinder geeignet?
https://www.youtube.com/watch?v=Kv13YrEKlds