Spitzwegerich
Spitzwegerich wirkt schleimlösend, reizlindernd und entzündungshemmend, vor allem bei Husten (trockenem Reizhusten), Bronchitis und Halsschmerzen, da seine Schleimstoffe einen Schutzfilm bilden, während Gerbstoffe antibakteriell wirken und die Wundheilung fördern. Äußerlich angewendet, hilft er bei kleinen Wunden, Insektenstichen und Hautentzündungen, indem er Blutungen stoppt und die Heilung beschleunigt.

Heilwirkungen im Detail:
Atemwege: Lindert Reizhusten und Halsschmerzen durch Schutzfilm auf Schleimhäuten; fördert das Abhusten.
Wundheilung: Gerbstoffe wirken zusammenziehend und stoppen Blutungen; beschleunigt die Heilung kleiner Wunden.
Entzündungen: Wirkt entzündungshemmend und antibakteriell, bekämpft Erreger.
Haut: Beruhigt gereizte Haut, lindert Juckreiz bei Stichen.

Anwendung
Innerlich: Als Tee bei Husten und Entzündungen der oberen Atemwege.
Äußerlich: Zerriebene frische Blätter auf Wunden, Stiche legen; als Umschlag bei Entzündungen.

Wichtige Inhaltsstoffe
Schleimstoffe: Bilden Schutzfilm.
Gerbstoffe: Zusammenziehend, blutstillend, antibakteriell.
Iridoidglykoside (z.B. Aucubin): Antibakteriell.
Flavonoide: Antioxidativ, entzündungshemmend.

Spitzwegerich ist vielseitig in der Küche einsetzbar: Junge Blätter passen roh in Salate, Smoothies, Kräuterquark oder Pesto, während ältere Blätter gekocht als Spinatersatz, in Suppen und Soßen (mit Pilzaroma), als Tee oder für Hustensirup dienen. Die essbaren Blütenköpfe schmecken angebraten wie Pilze und die Samen können Müsli verfeinern, wobei der Wegerich sowohl als nahrhaftes Kraut als auch als Heilpflanze geschätzt wird.

Blätter
Roh: Fein geschnitten in Salaten, Smoothies, Kräuterquark, Aufstrichen oder als Pesto.
Gekocht: Als Spinatersatz, in Suppen, Aufläufen, Soßen und Risotto; entwickelt beim Garen ein leichtes Pilzaroma.
Getrocknet: Für Tee oder als Gewürz in heißen Gerichten. 

Blüten
Junge, noch geschlossene Blütenstände: Können roh geknabbert oder in Öl angebraten, als Topping oder in Gemüsepfannen serviert werden.
Eingelegt: In Honig oder Sirup.

Samen
Roh: Als nahrhafte Zutat in Müsli oder Salaten; wirken verdauungsfördernd.

Wurzeln
Gekocht: Können zusammen mit Wurzelgemüse zu einem herzhaften Gericht verarbeitet werden. 

Tipps
Faserige Blätter: Die derben Blattadern werden durch feines Schneiden quer zur Faser ungenießbar.
Aroma: Das pilzartige Aroma entfaltet sich besonders gut beim Erwärmen.
Heilwirkung: Der Tee hilft bei Husten, der Saft bei Insektenstichen. 

https://www.youtube.com/shorts/095NP9fcvq8

Spitzwegerich
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