Löwenzahn
Löwenzahn (Taraxacum officinale) hat heilende Wirkungen, da er verdauungsfördernd, stoffwechselanregend und harntreibend wirkt, Leber, Galle und Nieren unterstützt und reich an Bitterstoffen, Vitaminen (C, A, K) und Mineralstoffen (Kalium, Magnesium) ist. Er wird bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Leber-Galle-Beschwerden und zur Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfekten eingesetzt, wobei Blätter, Wurzeln und Blüten verwendet werden können, oft als Tee, Presssaft oder in Salaten. Bei Korbblütler-Allergien oder schweren Gallenproblemen ist Vorsicht geboten und ärztlicher Rat einzuholen.

Hauptwirkungen und Anwendungsgebiete
Verdauung und Stoffwechsel: Regt Appetit, Speichel- und Magensäureproduktion an, verbessert die Fettverdauung und unterstützt Leber und Galle.
Harntreibend: Fördert die Harnausscheidung, was bei Ödemen und zur Vorbeugung von Nierensteinen hilft.
Entzündungshemmend: Die gelben Blüten enthalten Flavonoide mit entzündungshemmender Wirkung.
Nährstoffreich: Enthält viel Vitamin C (mehr als Orangen), Vitamin A (Provitamin A) und K, sowie Kalium, Magnesium und Phosphor.

Anwendungsformen
Tee: Aus getrockneten Blättern oder Wurzeln bei Blähungen, Völlegefühl und Appetitlosigkeit (Tee aus der Wurzel mit kaltem Wasser ansetzen und kurz aufkochen).
Presssaft: Aus frischem Kraut zur Stoffwechselanregung.
Salat/Pesto/Suppen: Frische, junge Blätter oder Blüten können roh oder gedünstet gegessen werden.
Sirup/Gelee: Aus den Blüten als vegane Honigalternative. 

Wichtige Hinweise
Korbblütler-Allergie: Bei Allergie gegen Korbblütler (wie Gänseblümchen, Kamille) Löwenzahn meiden.
Gallensteine: Bei bestehenden Gallenproblemen vor Einnahme einen Arzt konsultieren.
Fotosensibilität: Übermäßiger Verzehr kann die Haut lichtempfindlicher machen.

Löwenzahn ist in der Küche vielseitig einsetzbar: Junge Blätter eignen sich roh für Salate, Smoothies oder als Würze; ältere Blätter sind ideal zum Kochen, Dünsten oder Braten, oft in Kombination mit Kartoffeln oder in Aufläufen. Die Wurzeln können als Gemüse oder für Tee verwendet werden, und die Blüten lassen sich zu Sirup (Löwenzahnhonig), Gelee verarbeiten oder karamellisiert genießen. Er wird roh, gekocht, gebraten oder getrocknet verwendet und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

Blätter
Roh: Junge, zarte Blätter für Salate mit Öl und Zitrone, oder in Smoothies.
Gekocht: Als Gemüse, in Suppen, Aufläufen oder als würzige Einlage.
Getrocknet: Für Tee, als Gewürz oder zum Backen.

Wurzeln
Gemüse: Dünsten oder braten, oft mit Butter und Brühe.
Tee: Getrocknete Wurzeln für einen verdauungsfördernden Tee.

Blüten: Sirup/Gelee: Als „Löwenzahnhonig“.
Karamellisiert: Gebraten mit Zucker und Gewürzen als Beilage.
Deko: In Salaten oder Süßspeisen.
Stängel: Können wie Schnittlauch verwendet werden, aber der weiße Milchsaft kann bei viel Verzehr Magenbeschwerden verursachen.  

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