Waldbingelkraut
Das Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis) hat traditionell eine abführende, harntreibende Wirkung und wurde bei Menstruationsbeschwerden, Gicht und Verstopfung eingesetzt, heute aber wegen seiner leichten Giftigkeit nur noch selten direkt genutzt. Moderne <<<|nav>>anthroposophische Medizin verwendet Extrakte in Salben und Umschlägen, die die Wundheilung, Entzündungen, Verbrennungen und Hämorrhoiden lindern, indem die Pflanze das Immunsystem lokal aktiviert. Die enthaltenen Stoffe (Saponine, Alkaloide) wirken entzündungshemmend und können bei getrockneter Anwendung auch schleimlösend sein. 
   
Traditionelle Anwendungen (Vorsicht geboten!)
Abführmittel/Darm: Bei Verstopfung, Magen-Darm-Problemen.
Frauenleiden: Zur Anregung der Menstruation.
Rheuma & Gicht: Bei rheumatischen Schmerzen.
Erkältung: Als schleimlösendes Mittel.

Moderne Anwendungen (Phytotherapie/Anthroposophie)
Wundheilung: Salben und Umschläge bei schlecht heilenden Wunden, eitrigen Geschwüren, Verbrennungen, Entzündungen.
Hautleiden: Bei Ekzemen, Hämorrhoiden, entzündeten Brustwarzen.
Augen: Augentropfen bei Bindehautentzündung.

Wichtiger Sicherheitshinweis
Giftigkeit: Das frische Kraut ist leicht giftig und sollte nicht ohne Fachwissen innerlich angewendet werden, da es zu starken Durchfällen führen kann.
Trocknung: Beim Trocknen verliert es seine starke Toxizität und die entzündungshemmende Wirkung kommt stärker zum Tragen, weshalb getrocknete Kräuter sich besser für Tees eignen (aber immer noch mit Vorsicht).
Medizinische Beratung: Bei ernsthaften Beschwerden oder der Nutzung in der Komplementärmedizin ist immer ein Arzt oder Heilpraktiker zu konsultieren. 

«Wald-Bingelkraut» – Wildkräuter & Pflanzen bestimmen
https://www.youtube.com/watch?v=GdsUCd5ky_k